An dem „Rennen“ um die klügsten Köpfe des juristischen Nachwuchses nimmt auch die Justiz teil. Die Finanzgerichte bieten dabei Juristen mit Interesse am Steuerrecht nicht nur eine Tätigkeit in ihrer „Lieblingsmaterie“, sondern vom ersten Tag an eigenverantwortliches und selbständiges Arbeiten im Team. Im Rahmen des diesjährigen Perspektivtags beim Finanzgericht Münster waren am heutigen Freitag unter dem Motto „Durchstarten in der Justiz“ Studierende, Referendare/innen sowie bereits „juristisch fertige“ Berufsstarter mit Interesse am Steuerrecht eingeladen, sich „aus erster Hand“ über eine Tätigkeit beim Finanzgericht zu informieren.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Finanzgerichts Münster, Johannes Haferkamp, konnten die rund 20 Teilnehmer im Rahmen eines Sitzungsbesuchs beim 4. Senat echte „Sitzungsluft schnuppern“. Im Anschluss an die mündliche Verhandlung stellten sich die Richter den Fragen der Teilnehmer zum Sitzungsverlauf. Danach informierten der Personaldezernent des Gerichts, Richter am Finanzgericht Dr. Jens Reddig, und Richter am Finanzgericht Dr. Fabian Schmitz-Herscheidt über Anforderungsprofile und Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf des Finanzrichters und über Arbeitsumfeld und Berufsalltag im Finanzgericht. Dabei hob Dr. Reddig besonders die Möglichkeiten hervor, die Wahlstation beim Finanzgericht Münster zu absolvieren und auch unabhängig von konkreten Stellenausschreibungen frühzeitig den Kontakt zum Gericht zu suchen und das Interesse an einer richterlichen Tätigkeit zu bekunden. Auch Praktikanten mit Interessen am Steuerrecht sind stets willkommen!

Im Rahmen einer „Feedback“-Runde zum Abschluss der Veranstaltung erklärte Finanzgerichtspräsident Haferkamp: „In allen Bereichen des Steuerrechts bieten sich für angehende Juristinnen und Juristen besonders gute Berufsaussichten. Die Weichen zum Finanzgericht lassen sich dabei frühzeitig stellen.“