Die Teilnehmer des Referendartages Die Teilnehmer des Referendartages
Quelle: Finanzgericht Münster

Rund fünfzehn angehende Juristinnen und Juristen aus ganz Nordrhein-Westfalen konnten im Rahmen des 3. Referendartages einen „Blick hinter die Kulissen des Finanzgerichtes“ werfen. Sie hatten Gelegenheit, drei mündliche Verhandlungen des 7. Senats des Finanzgerichts Münster zu verschiedenen steuerlichen Streitfragen zu verfolgen und dabei „echte Sitzungsluft zu schnuppern“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich im Anschluss besonders beeindruckt von dem wertschätzenden Umgang mit den Verfahrensbeteiligten sowie der intensiven und offenen Auseinandersetzung mit dem Streitstoff. Die Richterinnen und Richter hätten sich – so die Erkenntnis – nicht nur mit der richtigen Anwendung des Steuerrechts und den streitigen Zahlen auseinandergesetzt, sondern seien auch auf die beteiligten Personen und deren Schicksale eingegangen.

Ein Richtertisch in einem Sitzungssaal des Gerichts Ein Richtertisch in einem Sitzungssaal des Gerichts
Quelle: Finanzgericht Münster
Im anschließenden, sehr lebhaften Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Finanzgerichts Wilhelm Markert und Richter am Finanzgericht Dr. Fabian Schmitz-Herscheidt bot sich die Gelegenheit, Fragen rund um das Finanzgericht und die richterliche Tätigkeit zu klären. Außerdem informierte der Personaldezernent des Gerichtes Dr. Jens Reddig über den „Weg zum Finanzgericht“. Dabei wies er auf die Möglichkeit für interessierte Referendare hin, die Wahlstation beim Finanzgericht zu absolvieren. Ein Rundgang durch das Finanzgericht Münster schloss die ganztägige Veranstaltung ab.

Das Finanzgericht Münster ist eines der größten Finanzgerichte in Deutschland. Es ist für Streitfälle zwischen Steuerpflichtigen und Finanzämtern aus den Regierungsbezirken Münster, Arnsberg und Detmold zuständig. Derzeit entscheiden 55 Richterinnen und Richter in 15 Senaten über die Rechtmäßigkeit von Steuerbescheiden aller Art.